Freitag, 11. August 2017

Elektrische Kabelverbinder

Die elektrischen Kabelverbindungen an der Rabeneick wurden 1954 werksseitig noch mit Schraub-Klemmen ausgeführt. Das Prinzip kennen wir ja von der sog. Lüsterklemme her.
Solche Schraub-Klemmterminals finden sich z.B. am Zündschloss, am Kabelbaum-Hauptverbinder unter dem Tank und an den Front- und Rückleuchten.
Erneuert man ein Kabel, dann lässt sich das leicht anschliessen.
Soll man das Kabelende vorher verzinnen, bevor man es in der Schraubklemme festmacht?
Darüber gehen die Meinungen auseinander. Ich selbst habe das bisher so gemacht: abisoliert, das Ende der Litze verdrillt und dann verzinnt. Dieses verzinnte Ende habe ich dann festgeklemmt. Das hat immer sehr gut funktioniert. Nun gibt es aber Experten, die sagen, dass das Zinn unter dem Druck der Klemmschraube beginnt "kalt zu fließen", so dass die Schraub-Klemmverbindung sich mit der Zeit von selber lockern könnte. Ich habe diesen Effekt selbst noch nicht beobachtet, aber ich kann mir vorstellen dass er existiert. Vielleicht hilft ja das Verdrillen vor dem Verzinnen, um dem Problem vorzubeugen. Ausserdem kann man (habe ich neulich auch mit Erfolg gemacht) sog. Aderendhülsen aus der Elektroinstallation verwenden. Diese werden am abisolierten Kabelende verpresst (man benötigt eine spezielle Presszange dafür) und können dann zusätzlich vom vorderen Ende her mit dem Kabelende verlötet werden. Das Verlöten verringert den Übergangswiderstand (wenn es richtig gemacht wird). Da fließt dann garantiert nix mehr weg ...
Die Verwendung von KFZ-Flachsteckverbindern wäre an dieser Stelle historisch nicht ganz korrekt, da diese meines Wissens von den Motorradherstellern erst ab Mitte der 60er Jahre verwendet wurden.

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